Ich hatte schon lange das Gefühl, dass ich einmal im Schnee fotografieren möchte — dieses weiche Licht, die Stille, alles ein bisschen unwirklich.
Anfang Januar hatte es richtig geschneit, und ich wusste: wenn ich es jetzt nicht mache, verpasse ich es vielleicht für diesen ganzen Winter. Also schnell einen Aufruf auf Instagram, und Liz hat sich gemeldet. Wir kannten uns schon, aber es war lange her.
Bevor wir rausgegangen sind, haben wir erst geredet — über das, was gerade so ist, ohne Ziel und ohne Eile. Ich glaube, das braucht es manchmal: erst wieder ankommen dürfen, bevor irgendetwas entstehen kann. Dann raus aufs Feld, Schnee bis zu den Knöcheln, und anfangs noch diese leichte Zurückhaltung, die ich gut kenne und die ich nie forciere.
Aber der Schnee macht etwas mit Menschen — wenn man sich darauf einlassen kann. Irgendwann war das Zögern weg, und was dann passiert ist, dieser Moment, in dem man wieder Kind wird. Der Spaß, der irgendwann im Erwachsenwerden verschwunden ist und der plötzlich einfach wieder da ist — im Lachen, in der Bewegung, im Spielen mit dem Moment. Die Kamera hat irgendwann keine Rolle mehr gespielt. Das sind die Fotos, die ich am liebsten mache.
mit
@Lisamaria.20 @Lisamaria.20

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