Das Shooting hatten wir schon länger geplant, aber dann kam mein Fahrradunfall dazwischen und wir mussten es verschieben. Irgendwann war es dann soweit — und was an diesem Tag entstanden ist, hatte von Anfang an etwas Besonderes.
Caro schrieb, sie habe sich lange nicht wohl gefühlt in ihrem Körper, und sie wollte das spüren, was sie in meinen Fotos gesehen hatte. Aus den Gesprächen, die wir vorher geführt haben, ist eine Idee gewachsen, die mich schon länger beschäftigt: Caro in der Badewanne, nackt, und Barbies daneben und auf Ihr — ebenfalls nackt. Diese Puppen, mit denen so viele von uns als Kinder gespielt haben, tragen eine stille Botschaft in sich darüber, wie ein Körper auszusehen hat. Eine Botschaft, die mit echten Menschen wenig zu tun hat. Daneben ein echter Mensch, ganz wie er ist. Kein Kommentar nötig.
Caro hatte ihrerseits eine eigene Idee mitgebracht: ihre Seile. Sie hatte kurz zuvor mit dem Fesseln angefangen und wollte auch das festhalten — diesen Teil von sich, der gerade neu war. So hatten wir an einem Tag zwei ganz verschiedene Zugänge zum Körper, zum Sehen, zum Zeigen.
Am Ende schrieb sie, es bleibe das Gefühl, „willkommen zu sein in meinem gesamten Sein." Ich weiß nicht, ob es einen schöneren Satz gibt, den jemand nach einem Shooting sagen kann.
Aus dem Tag ist eine Freundschaft geworden, wir sind seit dem ersten Moment in Kontakt geblieben. Genau das ist es, worum es mir geht — nicht nur schöne Fotos, sondern Momente, die länger bleiben als der Tag selbst.
mit
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