70 Kilo weniger in zwei Jahren. Ein Körper, der sich verändert hat, und ein Blick darauf, der noch hinterherkommt.
Sie hatte schon lange über ein Boudoir-Shooting nachgedacht, sich aber nie getraut. Den Anstoß gab ihre Schwester, die selbst bei mir vor der Kamera stand: „Mach das, das ist auch was für dich." Noch am selben Abend kam ihre erste Nachricht.
An einem heißen Freitag im August kam sie an, mit frisch geschnittenen Sonnenblumen im Gepäck. Blumen, die für sie eine besondere Bedeutung haben und deshalb Teil der Bilder werden sollten.
Bevor die Kamera überhaupt ins Spiel kam, saßen wir lange auf der Terrasse und haben geredet. Über ihren Weg, ihren Körper und das, was er erzählt. Dann ging es ins Studio, später raus in Wald, Wiese und Felder.
Sie hatte erwartet, dass es sich komisch anfühlen würde, sich so zu zeigen. War es nicht. Und doch gab es diesen einen Moment: ein Bild auf dem Display, bei dem sie hängen blieb. Ein ehrlicher Blick auf das, was ihr Körper getragen hat und was davon sichtbar bleibt. Wir haben innegehalten und darüber gesprochen. Genau dafür ist Raum in meinen Shootings.
Die zweite Überraschung: Sie dachte, drinnen würde sie sich wohler fühlen. Draußen war sie freier, gelöster, ganz bei sich. Man sieht es in den Bildern.
Was bleibt? Eine Erfahrung, die sie nicht bereut, Bilder, die einen Platz an ihrer Wand finden werden, und ein neuer Blick auf sich selbst. Einer, an den sie sich noch gewöhnen darf.
Ihr Rat an alle, die gerade zögern: „Do it!"
